450-EUR-Minijobs nur bei Antrag rentenversicherungsfrei

Seit 1. Januar 2013 dürfen Minijobber grundsätzlich mehr verdienen. Die sogenannte Geringfügigkeitsgrenze wurde zu diesem Zeitpunkt auf 450 EUR angehoben. Damit stieg auch die Gleitzone auf einen Maximalbetrag von 850 EUR. Gleichzeitig wurde auch die bis 2012 geltende Versicherungsfreiheit von Minijobs in der gesetzlichen Rentenversicherung in eine Versicherungspflicht umgewandelt.

Geringfügig beschäftigte Arbeitnehmer, die ihre Beschäftigung jedoch vor dem 1. Januar 2013 aufgenommen haben und auch weiterhin nicht mehr als 400 EUR im Monat verdienen, bleiben auch künftig rentenversicherungsfrei, es denn sie entscheiden sich freiwillig für den Abzug in der Rentenversicherung. Für diejenigen, deren monatliches Entgelt aufgrund der Neuregelung auf bis zu 450 EUR angehoben wurde, sowie für alle Arbeitnehmer, die nach dem 31. Dezember 2012 eine geringfügige Beschäftigung aufnehmen, tritt die Rentenversicherungspflicht ein.

Der Minijobber zahlt dabei einen Beitrag in Höhe der Differenz zwischen dem pauschalen Beitrag des Arbeitgebers (15 %) und dem jährlich festgesetzten vollen Beitragssatz in der Rentenversicherung (derzeit 18,9 %), d. h. 3,9 % des Entgelts. Bei einem Verdienst von 450 EUR beträgt der Eigenanteil des Minijobbers somit 17,55 EUR. Bei Minijobs in Privathaushalten sind 13,9 % desEntgelts aufzuwenden (18,9 % abzüglich 5 % Pauschalbeitrag des Arbeitgebers).

Über den Autor

Jörg Wreege

ETL-Personal-Kompetenzcenter Steuerberatungsgesellschaft mbH

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