Der Begriff "Krankheit" hat im Arbeits- und Sozialrecht eine vielfältige Bedeutung. Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts (BAG, Urt. v. 20.03.1985 – 5 AZR 260/83) versteht man unter einen Krankheit im arbeitsrechtlichen Zusammenhang mit der Entgeltfortzahlung nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz (EntgeltFG) jeden regelwidrigen körperlichen oder geistigen Zustand (sog. medizinischer Krankheitsbegriff). Dieser Zustand muss im Kontext des EntgeltFG jedoch mit Arbeitsunfähigkeit verbunden sein. Arbeitsunfähig infolge Krankheit ist der Beschäftigte dann, wenn ein Krankheitsgeschehen ihn außer Stand setzt, die ihm nach dem Arbeitsvertrag obliegende Arbeit zu verrichten, oder wenn er die Arbeit nur unter der Gefahr fortsetzen könnte, in absehbarer Zeit seinen Zustand zu verschlimmern (BAG, Urt. v. 09.01.1985 - 5 AZR 415/82).

Siehe auch unsere Erläuterungen zu den Begriffen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung/Krankenschein.

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23.12.2013