Das Wort „truck“ kommt aus der englischen Sprache. Es bedeutet so viel wie „Tausch“.

Bei dem Truckverbot handelt es sich um ein gesetzlich geregeltes Verbot, Arbeitnehmer durch Waren aus der Produktion des Arbeitgebers zu vergüten. Die hierfür maßgeblich Vorschrift ist § 107 GewO (Gewerbeordnung). Die Bestimmung lautet:

„(1) Das Arbeitsentgelt ist in Euro zu berechnen und auszuzahlen.

(2) Arbeitgeber und Arbeitnehmer können Sachbezüge als Teil des Arbeitsentgelts vereinbaren, wenn dies dem Interesse des Arbeitnehmers oder der Eigenart des Arbeitsverhältnisses entspricht. Der Arbeitgeber darf dem Arbeitnehmer keine Waren auf Kredit überlassen. Er darf ihm nach Vereinbarung Waren in Anrechnung auf das Arbeitsentgelt überlassen, wenn die Anrechnung zu den durchschnittlichen Selbstkosten erfolgt. Die geleisteten Gegenstände müssen mittlerer Art und Güte sein, soweit nicht ausdrücklich eine andere Vereinbarung getroffen worden ist. Der Wert der vereinbarten Sachbezüge oder die Anrechnung der überlassenen Waren auf das Arbeitsentgelt darf die Höhe des pfändbaren Teils des Arbeitsentgelts nicht übersteigen.

(3) Die Zahlung eines regelmäßigen Arbeitsentgelts kann nicht für die Fälle ausgeschlossen werden, in denen der Arbeitnehmer für seine Tätigkeit von Dritten ein Trinkgeld erhält. Trinkgeld ist ein Geldbetrag, den ein Dritter ohne rechtliche Verpflichtung dem Arbeitnehmer zusätzlich zu einer dem Arbeitgeber geschuldeten Leistung zahlt.“

ETL Rechtsanwälte GmbH

Niederlassung Köln

Eiler Straße 3 B

51107 Köln

Telefon: (0221) 8804060

Telefax: (0221) 88040629

E-Mail: koeln@etl-rechtsanwaelte.de

22.04.2014