Befreiungsantrag zur Rentenversicherung muss rechtzeitig gestellt und der Minijob-Zentrale gemeldet werden

Der Minijobber kann sich von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen. Dafür ist er verpflichtet, einen schriftlichen Antrag gegenüber seinem Arbeitgeber einzureichen. Möchte sich der Minijobber von Beginn an von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen, muss er dies bis spätestens vier Wochen nach seinem Beschäftigungsbeginn beim Arbeitgeber beantragen.

Erfolgt die Beantragung später, wirkt die Befreiung erst ab dem Zeitpunkt, in dem der Antrag gestellt wurde. Hierbei hat auch der Arbeitgeber Fristen einzuhalten. Er muss die gewünschte Befreiung seines Arbeitnehmers der Minijob-Zentrale (Einzugsstelle der Sozialversicherungsbeiträge von Mini-Jobbern) melden. Diese Meldung muss spätestens innerhalb von sechs Wochen nach Zugang des Antrags auf elektronischem Weg erfolgen.

Liegt kein Befreiungsantrag vor und versäumt es der Arbeitgeber, den Rentenversicherungsanteil des Arbeitnehmers abzuführen, kann er den Eigenanteil des Minijobbers von diesem nur für die letzten drei Monate nachfordern. Stellen die Rentenversicherungsprüfer später fest, dass Versicherungsbeiträge nachzuzahlen sind, muss der Arbeitgeber diese Aufwendungen allein tragen. Auch wenn der Arbeitgeber versäumt, die Minijob-Zentrale über den Befreiungsantrag auf elektronischem Meldung zu informieren, sind die Versicherungsbeiträge nachzuentrichten.

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Jörg Wreege

ETL-Personal-Kompetenzcenter Steuerberatungsgesellschaft mbH

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