Juni 04 2010

Das Einkommen berechnen, Grundlage von Entscheidungen

Der Bruttoverdienst ist eine Größenordnung, die zunächst zur Orientierung dient. Es macht aber Sinn, sich die Abzüge vor Augen zu führen, um das Einkommen berechnen zu können, das tatsächlich zur Verfügung steht.

Sein Einkommen berechnen zu können, ist in vielen Situationen des alltäglichen Lebens sehr wichtig. Steht ein Jobwechsel an, kann man aus dem Angebot des zukünftigen Arbeitgebers zwar das Bruttoeinkommen entnehmen, aber eine genaue Berechnung, wie viel davon unter dem Strich netto auf dem Konto landet, fehlt.

Für die Berechnung des Nettoeinkommens sind viele unterschiedliche Faktoren ausschlaggebend. Entscheidend sind hier neben dem Familienstand und den Kinderfreibeträgen natürlich die gewählte Lohnsteuerklasse, die Art der Krankenversicherung, die Kirchsteuerpflicht und eventuell vorhandene Freibeträge, die sich gleich im Vorfeld von der Steuer abziehen lassen, wie zum Beispiel ein anerkannter Grad der Behinderung. Auch wichtig ist die Tatsache, ob die vermögenswirksamen Leistungen allein vom Arbeitgeber finanziert werden oder ob der Arbeitnehmer nur die gesetzlich vorgeschriebene Zulage erhält.

Aber nicht nur für die Ermittlung des tatsächlich verfügbaren Nettoeinkommens ist es wichtig, das eigene Einkommen berechnen zu können. Wenn man plant, einen Kredit aufzunehmen oder eine Immobilie zu bauen oder zu kaufen und somit eine Hypothekenfinanzierung benötigt, ist es sehr sinnvoll, sich zunächst einmal vor Augen zu führen, welche monatliche finanzielle Belastung tragbar und problemlos zu bewältigen ist. Je besser die Vorarbeit hier geleistet wird, umso unkomplizierter kann dann der tatsächliche Finanzierungsantrag vonstattengehen.

Wer sich nicht sicher ist, ob er wirklich in der Lage ist, ganz allein sein Einkommen berechnen zu können, findet im Internet Hilfe. Es gibt eine Reihe von Portalen, bei denen man sein Nettoeinkommen herausfinden kann. Da aus Datenschutzgründen hier aber immer nur Zahlen und nicht persönliche Angaben abgefragt werden, kann diese Art der Berechnung nur ein ungefähres Hilfsmittel sein. Wer also nicht auf die Gehaltsabrechnung des Arbeitgebers warten möchte oder als Selbstständiger eine solche ohnehin nicht erhält, sollte sich genauestens informieren, welche Abzüge er vom Bruttoeinkommen vornehmen muss. Die Auskunftsstellen sowohl bei den Finanzämtern als auch bei den Krankenkassen können hier wertvolle Hilfestellung leisten.

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