März 22 2010
Wie man fehlerfrei die Einkommensteuer berechnen kann
Es gibt mehrere einfache oder billige Möglichkeiten die Einkommensteuer berechnen zu lassen oder sie selbst zu ermitteln.
Offiziell heißt es, dass die Steuererklärung normalerweise 15 Minuten in Anspruch nimmt. Das ist größtenteils leider nur Wunschdenken. Möchte man noch Steuergelder einsparen, indem man eine der unzähligen Sonderregelungen ausnutzt, wird die 15-minütige Angelegenheit schnell zum nervenaufreibenden Geduldsspiel aus stundenlanger Recherche und immer neuen Rechnungen. Das liegt nicht zuletzt am deutschen Steuerrecht selbst, das eines der intransparentesten, komplexesten und paradoxesten weltweit ist.
Am einfachsten ist die Sache, wenn man einen Steuerberater zu Rate zieht. Der kennt alle Schlupflöcher des Steuerrechts und kann dadurch auch einiges an Ersparnis herausholen. Allerdings muss man einen Teil des Geldes als Honorar für die Dienstleistung einplanen. Ob sich ein Steuerberater lohnt oder nicht, hängt nicht zuletzt von der Höhe des Einkommens und damit vom bezahlten Steuersatz ab. Wo viel gezahlt wird, kann man auch viel einsparen.
Privatmenschen haben noch eine andere Möglichkeit: Programme, die die Einkommensteuer berechnen und nach Eingabe aller erforderlichen Daten eine fertige, optimierte Steuererklärung ausdrucken. Dass die Algorithmen nicht zu 100 Prozent optimal arbeiten und nicht ganz an die Leistung eines Steuerberaters herankommen, kann man sich denken. In der Regel dürften sie zumindest eine gute Unterstützung sein.
Bei Programmen, die die Einkommensteuer berechnen, muss man allerdings eine wichtige Regel beachten: Nie Programme benutzen, die nicht up to date sind. Das Steuerrecht ist nicht nur unüberschaubar, es verändert sich auch ständig - genau genommen jedes Jahr, sodass Programme entweder durch neue Rechenformeln und Steuertabellen aktualisiert oder in einer neueren Version erworben werden müssen.
Das Benutzen eines veralteten Programms ist außerdem nicht ganz ungefährlich: Es könnte sein, dass hier noch die alten (geringeren) Steuersätze eingespeichert sind, sodass man zu wenig bezahlt. Im schlimmsten Fall kann das sogar zu einem Verfahren wegen Steuerhinterziehung führen.