Grundsätzlich handelt es sich beim Lohnsteuer-Jahresausgleich um ein Verfahren zur Erstattung der im Ausgleichsjahr zu viel einbehaltenen Lohnsteuer. Der Lohnsteuer-Jahresausgleich kann durch zwei verschiedene Durchführungswege angewandt werden.

Dabei zielt die eigentliche Definition des Wortes Lohnsteuer-Jahresausgleich auf § 42b EStG, der Verpflichtung des Arbeitgebers, den Lohnsteuer-Jahresausgleich durchzuführen, wenn er am 31. Dezember des Ausgleichsjahres mindestens 10 Arbeitnehmer beschäftigt. § 42b EStG regelt auch die Umstände, unter denen der Arbeitgeber keinen Lohnsteuer-Jahresausgleich durchführen darf.

In Betracht kommen kann dann der zweite Durchführungsweg, offiziell die sogenannte Antragsveranlagung gemäß § 46 Abs. 2 Satz 8, umgangssprachlich „Steuererklärung“. Eine Veranlagung wird durch einen Antrag desrbeitnehmers - der Abgabe einer Einkommenssteuererklärung bei seinem zuständigen Finanzamt - gestellt. Inbestimmten Fällen ist die Veranlagung (Abgabe einer Einkommenssteuererklärung) zwingend vorgeschrieben.