Versäumte Meldungen konnten bis 30. Juni 2014 nachgeholt werden

Die Minijob-Zentrale gewährte Arbeitgebern eine einmalige Fristverlängerung bis 30. Juni 2014, um die Arbeitnehmeranträge auf Befreiung von der Rentenversicherungspflicht der Einzugsstelle nachzumelden.

Wird die Meldung bis dahin nachgereicht, ist der Minijob auch für den Zeitraum zwischen der Entgelterhöhung und der Meldung des Befreiungsantrags rentenversicherungsfrei. Dies gilt allerdings nur für die sogenannten "Aufstockungsfälle", d. h. für bereits vor dem 1. Januar 2013 bestehende Minijobs, bei denen das Entgelt auf mehr als 400 EUR angehoben wurde. Zudem muss der Arbeitnehmer im Monat der Entgelterhöhung die Befreiung von der Rentenversicherungspflicht beantragt haben und der Arbeitgeber hat lediglich versäumt, die gewünschte Befreiung der Minijob-Zentrale zu melden.

Fehlt es hingegen bereits am rechtzeitigen Befreiungsantrag des Arbeitnehmers gegenüber dem Arbeitgeber, besteht vom Tag der Entgelterhöhung bis zur Wirksamkeit der Befreiung Versicherungspflicht.

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Jörg Wreege

ETL-Personal-Kompetenzcenter Steuerberatungsgesellschaft mbH

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