Viele Unternehmen unterhalten immer noch eine Bargeldkasse. Eine mögliche Haftung des Arbeitnehmers kann mit einer Lohnkostenoptimierung verbunden werden. Wie das geht?

In der Unternehmenspraxis entstehen immer wieder Kassendifferenzen, die nicht nur ärgerlich, sondern allen Beteiligten sehr unangenehm sind. Besonders dann, wenn Mitarbeiter nur ab und zu an der Kasse sitzen oder mit der Kasse zu tun haben.

Die Haftung für Fehlbeträge ist arbeitsrechtlich immer wieder ein Thema. Grundsätzlich, sofern nichts anderes vereinbart, haftet jedoch immer der Arbeitgeber für Kassendifferenzen seiner Arbeitnehmer. Für die Übertragung von Verantwortung und Haftung auf den Arbeitnehmer sieht der Gesetzgeber eine pauschale Entschädigungszahlung als Risikoausgleich vor. Hier ist eine arbeitsvertragliche Ergänzung empfehlenswert, die im Downloadbereich unserer Rechtsanwälte auf www.etl-rechtsanwaelte.de zu finden ist.

Arbeitnehmern im Kassen- und Zähldienst kann damit eine Fehlgeldentschädigung (Mankogeld) in monatlicher Höhe von bis zu 16 Euro steuer- und beitragsfrei gezahlt werden. Zahlt der Arbeitgeber mehr als 16 Euro monatlich, so ist lediglich der übersteigende Betrag steuer- und sozialversicherungspflichtig. Auch wenn ein Haftungsausgleich nur bis zur Höhe von monatlich 16 Euro durch den verursachenden Arbeitnehmer damit machbar ist, kann die Einbindung einer solchen Entschädigung für Arbeitgeber und Arbeitnehmer sinnvoll sein.

Tags: 
Tipp des Monats, Fehlgeldentschädigung bei Kassendifferenzen